THM Notes
BWL 1
VorlesungSoSe 2026

09 ERP & SAP

01. April 2026BWL 1
Info
Der folgende Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert und kann Formatierungsfehler enthalten.
BWL1: Grundlagen und Unternehmens- software
Unternehmens- software: Beispiel SAP
Lernziele
▪ Sie können Unternehmenssoftware von Privatanwendungen unterscheiden
▪ Sie können wichtige Kategorien der Unternehmenssoftware wiedergeben
▪ Sie können die Eigenschaften und die Struktur des ERP- Systems SAP 4/HANA erklärem
„Auswahl, Einführung und Einsatz passender Unternehmens- software erhöht Automatisierung und steigert Effizienz“
Unternehmenssoftware: Beispiel SAP
Grundlagen ERP SAP Weitere
Definitionen
Unternehmenssoftware sind Software-Lösungen speziell für Unternehmensaufgaben, zur Unterstützung der Geschäftsprozesse.
Synonyme (im weitesten): Business Software; betriebliche Informationssysteme, betriebbliche Anwendungssysteme
Beispiele: Personal Finanzen
Kundenmanagement IT-Service Übergreifend Management
Merkmale einer Unternehmenssoftware
Unterstützung von Geschäftsprozessen wichtigsten Integration von Abteilungen
Zentrale Datenbasis
Modularität und individuelle Anpassbarkeit.
Automatisierung
Analyse- und Reporting-Funktionen
Echtzeit-Verarbeitung von Daten
Datenschutz und Sicherheit als Priorität
Flexibilität und Skalierbarkeit
Mobile und Cloud-Integration
Keine „reine“ Unternehmenssoftware
Drei Merkmale (Unterstützung von Geschäftsprozessen, Integration, zentrale Datenbasis) nicht erfüllt. Beispiele:
Microsoft Excel: ▪ Unterstützung von Prozessen ist gegeben ▪ Integration ist nicht gegeben: wenn dann ist Excel „Teil einer Unternehmenssoftware“ ▪ Keine zentrale Datenbasis: Excel arbeitet in der Regel Dateien und nicht mit Datenbanken
Kategorien Unternehmenssoftware (Auswahl)
Customer-Relationship-Management (CRM)
E-Commerce-Plattformen
Content-Management-System (CMS)
Collaborations-Plattformen
Business Intelligence Plattformen
Enterprise Resource Planing (ERP)
Unternehmenssoftware: Beispiel SAP
Grundlagen ERP SAP Weitere
SAP – Zahlen, Daten, Fankten
▪ Marktführer in Unternehmens- Application Software ▪ Drittgrößter Software Hersteller der Welt SOZIAL ▪ 400.000 zufriedene Kunden in 190 Ländern ANALYTISCH MOBIL ▪ SAP ermöglicht Unternehmen APPLIKATION ▪ Prozesse zu optimieren CLOUD ▪ Echtzeit Daten zu nutzen FLEXIBEL ▪ Trends der Kunden zu prognostizieren
▪ Geschäfte zu verknüpfen
Prof. Dr.-Ing. Armin Wagenknecht Seite SAP S/4 HANA Enterprise Resource Planning (SAP ERP)
▪ Ermöglicht dem Unternehmen seine Geschäftsprozesse zu unterstützen und zu optimieren
▪ Unterstützt einen reibungslosen Ablauf innerhalb der Organisation Buy Track (MM) (CO)
▪ Echtzeit Umfeld, Skalierbar und flexibel Sell People (HCM) (SD)
Make Maintain (PP) (EAM) ▪ Sammlungen von logisch zusammenhängenden Transaktionen Store Track (WM) (FI) Projekt Services innerhalb von identifizierbare Geschäftsfunktionen (PS) (CS)
Prof. Dr.-Ing. Armin Wagenknecht Seite SAP S/4 HANA: Datentypen
Organisations- Stammdaten Bewegungs- daten daten Buchungskreis Person Bestellung Werk Material Rechnung Lagerort Kunde Angebot Vertriebsweg Lieferant Kundenauftrag Einkaufsorganisation Kondition Transportauftrag … … …
Prof. Dr.-Ing. Armin Wagenknecht Seite SAP S/4 HANA: Organisationseinheiten
SAP Terminologie:
Unternehmen Mandant
Firma Tochtergesellschaft Buchungskreis
Werk Werk Verkaufs- Verkaufs- organisation Verkaufs- organisation organisation
Sparte Lagerort Abteilung Sparte Geschäftsbereich Lagerort
Prof. Dr.-Ing. Armin Wagenknecht Seite SAP S/4 HANA: Stammdaten
▪ Langfristige Daten
▪ Repräsentieren meist Datensätze
▪ Beispiele: ▪ Vertrieb
▪ Kundenstammdaten
▪ Materialstammdaten
▪ Konditionsstammdaten
Prof. Dr.-Ing. Armin Wagenknecht Seite SAP S/4 HANA: Transaktionsdaten/Bewegungsdaten ▪ Vorgangsbezogene Daten, die kurzlebig sind und bestimmten Stammdaten zugeordnet werden
▪ Stammdaten eines Lieferanten können z.B. Bewegungsdaten zugeordnet werden, die die Umsatzentwicklung betreffen ▪ Beinhalten: ▪ Organisationsebene ▪ Stammdaten ▪ Situationsbedingte Daten ▪ Beispiel: Kundenauftrag ▪ Organisationsebenen: Mandant, Buchungskreis, Verkaufsorganisation ▪ Stammdaten: Kundenstamm, Materialstamm ▪ Situationsbedingte Daten: Datum, Zeit, Person, Menge
Prof. Dr.-Ing. Armin Wagenknecht Seite SAP S/4 HANA: Dokumente
▪ Datensätze, die generiert werden, wenn ein Geschäftsvorfall durchgeführt wurde ▪ Stellt ein Protokoll des Geschäftsvorfalls dar ▪ Enthält alle relevanten, vordefinierten Informationen aus den Stammdaten und Organisationseinheiten
▪ Beispiele: ▪ Verkaufsbeleg
▪ Einkaufsbeleg
▪ Materialbeleg
▪ Buchungsbeleg
Belegfluss
▪ Der Belegfluss sowie der Auftragsstatus erlauben es, den Status einer Bestellung an einem beliebigen Zeitpunkt festzustellen
▪ SAP überarbeitet den Status jedes Mal, wenn eine Änderung in einem Dokument stattfindet Prof. Dr.-Ing. Armin Wagenknecht Seite SAP S/4 HANA: Standardprozesse
▪ Die Software implementiert betriebswirtschaftliche Standardprozesse
▪ Müssen noch auf spezfisches Unternehmen angepasst werden
▪ Beispielprozesse ▪ Order-to-Cash (Vertriebsprozess) ▪ Procure-to-Pay (Einkaufsprozess) ▪ Record-to-Report (Finanzprozess) ▪ Plan-to-Produce (Produktionsprozess) ▪ Hire-to-Retire (Personalprozess ▪ Usw.
Order-to-Cash (Vertriebsprozess)
Prof. Dr.-Ing. Armin Wagenknecht Seite Unternehmenssoftware: Beispiel SAP
Grundlagen ERP SAP Weitere
Custommer-Relationship-Management (CRM)
Beschreibung Beispiel: Salesforce Softwarelösung, die Unternehmen dabei unterstützt, ihre Interaktionen und Beziehungen zu Kunden zu verwalten, um den Kundenservice zu verbessern und die Verkaufsprozesse zu optimieren.
Funktionalitäten ▪ Kontaktmanagement: Verwaltung von Kundendaten und Interaktionen. ▪ Verkaufsmanagement: Nachverfolgung von Verkaufschancen und Angeboten. ▪ Marketing-Automatisierung: Durchführung und Analyse von Marketingkampagnen. ▪ Kundenservice: Verwaltung von Supportanfragen und Ticketing. ▪ Berichtswesen: Erstellung von Berichten und Dashboards zur Datenanalyse.
Content-Management-System (CMS)
Beschreibung Beispiel: WordPress Softwarelösung, die Unternehmen dabei unterstützt, digitale Inhalte zu erstellen, zu verwalten und zu veröffentlichen, um die Pflege und Bereitstellung von Websites und Medieninhalten zu optimieren.
Funktionalitäten ▪ Inhaltsbearbeitung: Einfache Erstellung und Bearbeitung von Texten und Medien. ▪ Vorlagenmanagement: Nutzung von Designvorlagen zur einheitlichen Gestaltung. ▪ Benutzerverwaltung: Verwaltung von Benutzerrollen und -rechten. ▪ Suchmaschinenoptimierung (SEO): Tools zur Optimierung von Inhalten für Suchmaschinen. ▪ Multimedia-Integration: Einbindung von Bildern, Videos und anderen Medienformaten.
E-Commerce-Plattformen
Beschreibung Beispiel: Shopify Spezialisierte Softwarelösungen, die es Unternehmen ermöglichen, ihre Online-Shops zu erstellen, zu betreiben und zu verwalten, oft mit integrierten Marketing- und Analyse-Tools.
Funktionalitäten ▪ Responsive Design: Anpassungsfähige Vorlagen für mobile und Desktop-Geräte. ▪ SEO-Optimierung: Tools zur Verbesserung der Sichtbarkeit in Suchmaschinen. ▪ Marketing-Tools: Funktionen für E-Mail- Marketing, Rabatte und Promotions. ▪ Analytics und Berichterstattung: Analyse von Verkaufsdaten und Kundenverhalten. ▪ Kundensupport-Integration: Anbindung an Support-Tools für Kundenanfragen und - hilfe.
Collaborations-Plattformen
Beschreibung Beispiel: trello Softwarelösungen, die die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Teammitgliedern fördern, insbesondere in verteilten oder remote arbeitenden Teams.
Funktionalitäten ▪ Echtzeit-Kommunikation: Chats und Videoanrufe zur sofortigen Kommunikation. ▪ Dateifreigabe: Gemeinsame Nutzung und Bearbeitung von Dokumenten und Dateien. ▪ Aufgaben- und Projektmanagement: Zuweisung und Nachverfolgung von Aufgaben innerhalb des Teams. ▪ Notizen und Dokumentation: Erstellung und Verwaltung von gemeinsamen Notizen und Protokollen. ▪ Integrationen: Anbindung an andere Tools und Plattformen zur Verbesserung der Arbeitsabläufe.
Business Intelligence-Plattform (BI-Plattform)
Beschreibung Beispiel: PowerBI Softwarelösung, die Unternehmen dabei unterstützt, Daten zu analysieren, zu visualisieren und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Funktionalitäten ▪ Datenintegration: Zusammenführung von Daten aus verschiedenen Quellen in einer zentralen Plattform. ▪ Datenvisualisierung: Erstellung von interaktiven Dashboards und Grafiken zur Darstellung von Daten. ▪ Berichtswesen: Automatisierte Erstellung und Verteilung von Berichten basierend auf Datenanalysen. ▪ Ad-hoc-Analysen: Möglichkeit, spontane Analysen durchzuführen und Datenabfragen selbst zu erstellen. ▪ Predictive Analytics: Nutzung von Datenmodellen und Algorithmen zur Vorhersage zukünftiger Trends und Muster.
Enterprise Resource Planing (ERP)
Beschreibung Beispiel: SAP S/4 HANA Integrierte Softwarelösung, die verschiedene Geschäftsprozesse und -funktionen in einem Unternehmen zentralisiert und automatisiert, um Effizienz und Transparenz zu erhöhen.
Funktionalitäten ▪ Finanzmanagement: Verwaltung von Buchhaltung, Rechnungswesen und Finanzberichten. ▪ Supply Chain Management: Optimierung der Lieferkette und Bestandsverwaltung. ▪ Personalmanagement: Verwaltung von Mitarbeiterdaten, Gehaltsabrechnung und Recruiting. ▪ Produktion: Planung und Steuerung von Produktionsprozessen und Ressourcen. ▪ Projektmanagement: Überwachung und Verwaltung von Projekten, Budgets und Zeitplänen.