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BWL 1
VorlesungSoSe 26BilanzGuVKapitalflussrechnungJahresabschlussBuchführung

BWL 1 – Externes Rechnungswesen

12. Mai 2026BWL 1

Zusammenfassung

Das externe Rechnungswesen informiert unternehmensexterne Stakeholder über den Zustand und die Veränderungen eines Unternehmens. Im Gegensatz zum internen Rechnungswesen unterliegt es gesetzlichen Vorgaben (HGB). Die drei zentralen Instrumente des Jahresabschlusses sind die Bilanz (Zeitpunktrechnung zur Vermögenslage), die Kapitalflussrechnung (Zeitabschnittsrechnung zur Finanzlage) und die Gewinn- und Verlustrechnung (Zeitabschnittsrechnung zur Ertragslage).

Schlüsselbegriffe

Externes Rechnungswesen

Ermittlung und Bereitstellung von wert- und mengenmäßigen Informationen für Informationsadressaten außerhalb des Unternehmens über dessen Zustand und Veränderungen.

Bilanz

Zeitpunktrechnung, die der Information Unternehmensexterner über die Vermögenslage dient. Bilanzgleichung: Aktivseite (Mittelverwendung) = Passivseite (Mittelherkunft).

Anlagevermögen

Vermögensgegenstände, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Unterposten: immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen, Finanzanlagen.

Umlaufvermögen

Vermögensgegenstände, die nicht dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Unterposten: Vorräte, Forderungen aus L. u. L., Kassenbestand.

Eigenkapital

Mittel, die dem Unternehmen von seinen Eignern zeitlich unbefristet in haftender Weise zur Verfügung gestellt wurden. Unterposten: Grundkapital, Gewinnrücklagen, Bilanzgewinn.

Fremdkapital

Auch Schulden — Mittel von Gläubigern, zeitlich befristet mit festem Rückzahlungsanspruch in nicht haftender Weise. Unterposten: Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus L. u. L.

Rückstellungen

Verpflichtungen, die in der Höhe und/oder bzgl. des Zeitpunktes unsicher sind. Beispiele: Pensionsrückstellungen, Risiken aus Rechtsstreitigkeiten.

Kapitalflussrechnung

Zeitabschnittsrechnung, die Ursachen für die Veränderungen bei flüssigen Mitteln während eines Geschäftsjahres aufzeigt. Auch Cashflow-Rechnung genannt.

Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)

Zeitabschnittsrechnung, die Ursachen für die Veränderungen des Eigenkapitals während eines Geschäftsjahres aufzeigt. Zentrale Frage: Wie ändert sich das Eigenkapital?

Aufwendungen

Minderungen des Eigenkapitals, die nicht auf Entnahmen zurückzuführen sind, sondern auf den Verbrauch von Vermögensgegenständen oder Ausgaben für die Inanspruchnahme von Gütern.

Erträge

Mehrungen des Eigenkapitals, die nicht auf Einlagen zurückzuführen sind, sondern auf die Herstellung von Vermögensgegenständen oder Einnahmen aus dem Verkauf/der Bereitstellung von Gütern.

Bilanzverlängerung

Eine Erhöhung der Bilanzsumme durch die gleichzeitige Mehrung eines Aktivpostens und eines Passivpostens (Aktiv-Passiv-Mehrung).

Aktivtausch

Ein Geschäftsvorfall, der ausschließlich zwei Aktivposten betrifft, wobei ein Posten steigt und der andere um den gleichen Betrag sinkt. Die Bilanzsumme bleibt gleich.

Grundlagen des externen Rechnungswesens

Klausurrelevant
Das externe Rechnungswesen unterliegt gesetzlichen Vorgaben (HGB) und richtet sich an externe Stakeholder: Fremdkapitalgeber, Kunden, Lieferanten und die allgemeine Öffentlichkeit — im Gegensatz zum internen Rechnungswesen, das nur für interne Adressaten bestimmt ist.

Stakeholder und ihre Ansprüche

StakeholderAnspruch
Interne Stakeholder
EigenkapitalgeberMehrung des eingesetzten Kapitals (Gewinnausschüttung, Kapitalzuwachs)
ArbeitnehmerLeistungsgerechte Entlohnung, Arbeitsplatzsicherheit
ManagementGehalt, Einfluss, sozialer Status
Externe Stakeholder
FremdkapitalgeberZeitlich und betragsmäßig festgelegte Tilgung und Verzinsung
KundenWettbewerbsfähige Güter
LieferantenZuverlässige Zahlungen, langfristige Lieferbeziehungen
Allgemeine ÖffentlichkeitSteuerzahlungen, Einhaltung der Rechtsvorschriften

Teilbereiche

  • Buchführung: Dokumentation aller finanziellen Prozesse (Geschäftsvorfälle — alle wirtschaftlichen Vorgänge mit der Außenwelt). Dokumentation erfolgt zeitversetzt.
  • Jahresabschluss (JA): Grundlage ist die Buchführung. Beinhaltet Infos zu Vermögenslage, Schulden und Forderungen zu einem Stichtag sowie die Ermittlung des Unternehmenserfolgs. Dient als Zahlungsbemessung für Ausschüttungen und Steuern.

Bestandteile des Jahresabschlusses

  • Bilanz
  • Kapitalflussrechnung (nur bei sehr großen Unternehmen)
  • Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
  • Ergänzende Unterlagen: Anhang (Detaillierung von Bilanz und GuV) und Lagebericht (Ergänzungen zur Unternehmenssituation und geplante Weiterentwicklung)

Die Bilanz

Definition und Aufbau

Die Bilanz ist eine Zeitpunktrechnung (z. B. Jahr, Quartal). Es gilt immer die Bilanzgleichung: Aktivseite = Passivseite.
Aktivseite (Mittelverwendung)Passivseite (Mittelherkunft)
Anlagevermögen → InvestitionsprozesseEigenkapital → Finanzierungsprozesse
Umlaufvermögen → UmsatzprozesseFremdkapital → Finanzierungsprozesse

Aktivseite: Anlagevermögen

Umfasst alle Vermögensgegenstände, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen:
  • Immaterielle Vermögensgegenstände: weder physische Substanz noch monetär (z. B. Lizenzen, Patente)
  • Sachanlagen: physische Substanz (z. B. Gebäude, Maschinen)
  • Finanzanlagen und Beteiligungen: monetär, Anlage außerhalb des Unternehmens (z. B. Wertpapiere an anderen Unternehmen)

Aktivseite: Umlaufvermögen

Umfasst alle Vermögensgegenstände, die nicht dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen:
  • Vorräte: Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB-Stoffe), unfertige und fertige Erzeugnisse, Waren
  • Forderungen: aus Lieferungen und Leistungen (aus L. u. L.) — gegenüber Kunden/Geschäftspartnern
  • Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten: flüssige/liquide Mittel — Schnittstelle zur Kapitalflussrechnung

Passivseite: Eigenkapital

Mittel, die dem Unternehmen von seinen Eigentümern zeitlich unbefristet in haftender Weise zur Verfügung gestellt wurden:
  • Stammkapital (GmbH) / Grundkapital (AG): bei Gründung oder Kapitalerhöhungen eingebracht
  • Gewinnrücklagen: entstehen durch einbehaltene Gewinne (z. B. wenn in AG keine Dividende ausgeschüttet wird)
  • Bilanzgewinn (oder -verlust): Ergebnis des Geschäftsjahres — Schnittstelle zur GuV. Heißt nach HGB "Jahresüberschuss" bzw. "Jahresfehlbetrag"

Passivseite: Fremdkapital

Auch Schulden — Mittel von Gläubigern, zeitlich befristet mit festem Rückzahlungsanspruch in nicht haftender Weise:
  • Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten: Kredite bei Banken
  • Verbindlichkeiten aus L. u. L.: noch nicht bezahlte Rechnungen von Lieferanten

Passivseite: Rückstellungen

Unsicher in der Höhe und/oder bzgl. des Zeitpunktes von Zahlungen. Beispiele: Risiken aus laufenden Rechtsstreitigkeiten, Altersversorgungsleistungen (Pensionen).

Bilanzgliederung nach HGB §266

Für Kapitalgesellschaften schreibt das Handelsgesetzbuch eine detaillierte Gliederung vor (z. B. Aktivseite: A. Anlagevermögen mit I. Immaterielle Vermögensgegenstände, II. Sachanlagen, III. Finanzanlagen; B. Umlaufvermögen mit I. Vorräte, II. Forderungen, III. Wertpapiere, IV. Kassenbestand).

Beispiel einer Bilanz (in T€, zum 31.12.25)

AktivaPassiva
AnlagevermögenEigenkapital
Sachanlagen385Grundkapital15
Finanzanlagen65Gewinnrücklagen358
450Gewinn120
Umlaufvermögen493
Vorräte75Rückstellungen460
Forderungen aus L. u. L.285Fremdkapital
Kassenbestand400Verbindlichkeiten ggü. K.150
760Verbindlichkeiten aus L. u. L.107
257
Summe Aktiva1.210Summe Passiva1.210

Vier Formen der Bilanzänderungen

Klausurrelevant
Jeder Geschäftsvorfall verändert die Bilanz — aber die Bilanzgleichung (Aktiva = Passiva) bleibt immer erhalten.
BilanzänderungstypAuswirkungBilanzsummeBeispiel
Bilanzverlängerung (Aktiv-Passiv-Mehrung)Aktivposten + / Passivposten +SteigtVerkauf ausgelagerter Produkte; Gründung (Kassenbestand + / Eigenkapital +)
Bilanzverkürzung (Aktiv-Passiv-Minderung)Aktivposten − / Passivposten −SinktZinszahlungen an Bank
AktivtauschAktivposten + / anderer Aktivposten −GleichBarkauf von Anlagen (Maschine + / Kassenbestand −)
PassivtauschPassivposten + / anderer Passivposten −GleichKurzfristiger Kredit wird in langfristigen umgewandelt

Bilanzänderungen im Wertschöpfungsprozess

  • Einlagerung (Herstellung → Vorräte): Bilanzverlängerung (Vorräte + / Gewinn +)
  • Auslagerung (Vorräte → Verbrauch): Bilanzverkürzung (Vorräte − / Gewinn −)
  • Verkauf: Bilanzverlängerung (Kasse + / Gewinn +)

Kapitalflussrechnung (Cashflow)

Definition

Die Kapitalflussrechnung ist eine Zeitabschnittsrechnung, die Ursachen für die Veränderungen bei flüssigen Mitteln während eines Geschäftsjahres aufzeigt. Sie dient der Steuerung der Liquidität und Information über die Finanzlage. Es werden nur Ein- und Auszahlungen berücksichtigt.

Zentrale Begriffe

Auszahlungen/Einzahlungen — Geldfluss für die Cashflow-Rechnung:
  • Auszahlungen: Minderungen (−) der flüssigen Mittel durch den Abgang von Bar- oder Buchgeld
  • Einzahlungen: Mehrungen (+) der flüssigen Mittel durch den Zugang von Bar- oder Buchgeld
Ausgaben/Einnahmen — Veränderung des Geldvermögens (flüssige Mittel + Forderungen − Verbindlichkeiten):
  • Ausgaben: Minderungen des Geldvermögens
  • Einnahmen: Mehrungen des Geldvermögens
  • Die Ermittlung von Ausgaben und Einnahmen ist weder für Cashflow-Rechnung noch für GuV notwendig

Drei Teilrechnungen (Cashflow-Posten)

Cashflow = Einzahlungen − Auszahlungen des Geschäftsjahres
TeilrechnungInhaltBeispiele
Cashflow aus laufender GeschäftstätigkeitVeränderung der Finanzmittel aus Umsatzprozessen der Leistungserstellung (inkl. Umlaufvermögen)Kauf von Werkstoffen, Zinszahlungen
Cashflow aus InvestitionstätigkeitVeränderung durch Investitionen und Desinvestitionen des AnlagevermögensAnlagenkauf
Cashflow aus FinanzierungstätigkeitVeränderung der Finanzmittel zur Finanzierung des Unternehmens; Einbringung von Eigen- und FremdkapitalGründungseinzahlung

Beispiel Kapitalflussrechnung (in T€, zum 31.12.25)

PostenWert
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit185
Cashflow aus Investitionstätigkeit−175
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands10
Hier: Einzahlungen > Auszahlungen.

Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)

Definition

Die GuV ist eine Zeitabschnittsrechnung, die Ursachen für die Veränderungen des Eigenkapitals während eines Geschäftsjahres aufzeigt. Sie dient der Steuerung des Ergebnisses und als Information über die Ertragslage.

Aufbau: Erträge − Aufwendungen = Ergebnis

  • Erträge > Aufwendungen → Überschuss/Gewinn (Jahresüberschuss)
  • Erträge < Aufwendungen → Fehlbetrag/Verlust (Jahresfehlbetrag)

Teilrechnungen der GuV

  Betriebsergebnis
+ Finanzergebnis
= Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
+ Ergebnis der nicht gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
− Steuern
= Jahresüberschuss/-gewinn bzw. Jahresfehlbetrag/-verlust

Das Betriebsergebnis

Unterposten:
  • Umsatzerlöse: primäre Erträge aus Verkauf von Gütern
  • Bestandsveränderungen: an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
  • Materialaufwand: Verbrauch von Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffen (negativ)
  • Personalaufwand: Löhne und Gehälter (negativ)
  • Abschreibungen: Wertverlust von Vermögensgegenständen (negativ)
  • Sonstige Aufwendungen: Sammelposten (z. B. Werbekosten, Mietzahlungen)

Das Finanzergebnis

Verrechnung der Aufwendungen und Erträge aus:
  • Kapitalanlagegeschäfte: Investitionen außerhalb des eigenen Unternehmens → Gewinne aus Beteiligungen und Zinsen (Zinserträge, Dividenden)
  • Finanzierungsgeschäfte: Investitionen von Externen in das Unternehmen → Zinsen zahlen (Zinsaufwendungen, Bankkredite, Unternehmensanleihen)

Außerordentliches Ergebnis

Berichtigung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bei ungewöhnlichen Geschäftsvorfällen, die zu unrealistischem Bild führen würden:
  • Schäden durch Naturkatastrophen
  • Hohe Schadensersatzzahlungen
  • Erhebliche Buchgewinne aus der Veräußerung von Beteiligungen

Steuern

Wahrscheinlich zu leistende Steuerzahlungen:
  • Steuern vom Einkommen und Ertrag: Einkommensteuer (Einzelunternehmen/Personengesellschaften), Körperschaftsteuer (Kapitalgesellschaften), Gewerbesteuer (von der Kommune)
  • Sonstige Steuern: Grundsteuer, Umsatzsteuer, Grunderwerbsteuer

Der Jahresüberschuss

Summe aller vorgenannten Posten — Schnittstelle zur Bilanz:
  • Vor Verwendung: Jahresüberschuss / -fehlbetrag
  • Nach Ausschüttungen an Unternehmenseigner und Einstellungen in Rücklagen: Bilanzgewinn / Bilanzverlust

Beispiel GuV (in T€, zum 31.12.25)

PostenWert
Umsatzerlöse1.655
Bestandsveränderungen an fert. u. unfert. Erzeugnissen−45
Materialaufwand−765
Personalaufwand−225
Abschreibungen−60
Sonstige Aufwände−270
Betriebsergebnis290
Finanzergebnis55
Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit345
Steuern−125
Jahresüberschuss/-gewinn220
Einstellung in Gewinnrücklagen−100
Bilanzgewinn120

Zusammenhang der Jahresabschlussrechnungen

Die drei Instrumente greifen ineinander:
  1. Eröffnungsbilanz (1.1.) → Ausgangslage
  2. Während des Geschäftsjahres: Kapitalflussrechnung erfasst Ein-/Auszahlungen → Veränderung Finanzmittel; GuV erfasst Aufwendungen/Erträge → Ergebnis
  3. Schlussbilanz (31.12.): Kassenbestand aus Kapitalflussrechnung; Jahresüberschuss als Unterposten des Eigenkapitals aus der GuV

Lernkarten

Frage

Was ist der Unterschied zwischen Bilanz, Kapitalflussrechnung und GuV?

Antwort

Die Bilanz ist eine Zeitpunktrechnung zur Vermögenslage (Aktiva = Passiva). Die Kapitalflussrechnung ist eine Zeitabschnittsrechnung zur Finanzlage (Ein- und Auszahlungen → Cashflow). Die GuV ist eine Zeitabschnittsrechnung zur Ertragslage (Erträge − Aufwendungen → Ergebnis).

Frage

Was sind die vier Formen der Bilanzänderung?

Antwort

1) Bilanzverlängerung: Aktiv + / Passiv + (Bilanzsumme steigt). 2) Bilanzverkürzung: Aktiv − / Passiv − (Bilanzsumme sinkt). 3) Aktivtausch: ein Aktivposten steigt, ein anderer sinkt (Bilanzsumme gleich). 4) Passivtausch: ein Passivposten steigt, ein anderer sinkt (Bilanzsumme gleich).

Frage

Was ist der Unterschied zwischen Anlagevermögen und Umlaufvermögen?

Antwort

Anlagevermögen: Vermögensgegenstände, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen (z. B. Maschinen, Gebäude, Patente). Umlaufvermögen: Vermögensgegenstände, die nicht dauerhaft dem Geschäftsbetrieb dienen (z. B. Vorräte, Forderungen, Kassenbestand).

Frage

Was ist der Unterschied zwischen Eigenkapital und Fremdkapital?

Antwort

Eigenkapital: von Eigentümern bereitgestellt, zeitlich unbefristet, haftendes Kapital. Fremdkapital (Schulden): von Gläubigern bereitgestellt, zeitlich befristet mit Rückzahlungsanspruch, nicht haftend.

Frage

Wie ist die GuV aufgebaut (Teilrechnungen)?

Antwort

Betriebsergebnis + Finanzergebnis = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit + Ergebnis der nicht gewöhnlichen Geschäftstätigkeit − Steuern = Jahresüberschuss/-gewinn. Nach Einstellung in Rücklagen ergibt sich der Bilanzgewinn.

Frage

Was sind die drei Teilrechnungen der Kapitalflussrechnung?

Antwort

1) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Umsatzprozesse). 2) Cashflow aus Investitionstätigkeit (An-/Verkauf von Anlagevermögen). 3) Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (Einbringung von Eigen-/Fremdkapital). Zinszahlungen zählen zur laufenden Geschäftstätigkeit.

Frage

Was sind Rückstellungen und wo stehen sie in der Bilanz?

Antwort

Rückstellungen stehen auf der Passivseite zwischen Eigenkapital und Fremdkapital. Sie sind unsicher in der Höhe und/oder bezüglich des Zeitpunktes (z. B. Pensionsrückstellungen, Risiken aus Rechtsstreitigkeiten).

Frage

Was versteht man unter einer Bilanzverkürzung?

Antwort

Eine Minderung der Bilanzsumme durch die gleichzeitige Minderung eines Aktivpostens und eines Passivpostens (Aktiv-Passiv-Minderung).

Frage

In welche drei Teilbereiche unterteilt sich die Kapitalflussrechnung?

Antwort

Laufende Geschäftstätigkeit (Umsatzprozesse), Investitionstätigkeit (Anlagevermögen) und Finanzierungstätigkeit (Eigen- und Fremdkapital).


Übungsfragen

Welche Bilanzänderung entsteht beim Barkauf einer Maschine?

Wo steht der Bilanzgewinn in der Bilanz?

Welcher Geschäftsvorfall hat KEINE Auswirkung auf den Cashflow?

Was ist der Unterschied zwischen Aufwendungen und Auszahlungen?

Welche Teilrechnung der GuV erfasst Gewinne aus Beteiligungen und Zinserträge?

Wie wirkt sich die Zinszahlung für einen Bankkredit auf die Bilanz aus?

Welcher der folgenden Posten gehört zum Anlagevermögen eines Unternehmens?