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BWL1:
Grundlagen und
Unternehmens-
software
Informationsdesign
Prof. Dr. Armin Wagenknecht Seite 1
Lernziele
▪ Sie können Informationsdesign und dessen Bedeutung
erklären
▪ Sie können die Regeln und Schritte der
Diagrammgestaltung wiedergeben
▪ Sie können aus Zahlenmaterial schrittweise mit diesen
Regeln aussagekräftige Diagramme erstellen
Zahlen/Daten/ Fakten zielgruppengerecht und verständlich über Diagramme
zu visualisieren, gehört zum Grundhandwerkszeug für Berater und
Unternehmer
Abbildungsquelle: https://www.handicapverbessern.com/wp-content/uploads/2017/08/Ziel-im-golf-
visualisieren.jpg
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Gliederung
Informations-
design
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Schlüsselliteratur
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Informationsdesign
Durch Informationsdesign werden Informationen so aufbereitet und
dargestellt, dass sie von den Informationsempfängern möglichst schnell
aufgenommen, eindeutig verstanden, richtig interpretiert und
entscheidungsbezogen genutzt werden können
Fragestellungen:
▪ Was soll dargestellt werden? (Inhalt)
▪ Wozu soll die Darstellung dienen? (Ziel)
▪ Wer soll informiert werden? (Zielgruppe)
→ Visualisierung der Informationen hat starken Einfluss
DILLERUP, R., & STOI, R. (2013). Unternehmensführung. Unternehmensführung. München, Vahlen,
Franz.
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Visualisierungsmöglichkeiten
▪ Unterschiedliche Visualisierungsmöglichkeiten
▪ Einsatz abhängig von Zielen
▪ Meist Kombination der Möglichkeiten
JUNG, H. (2014). Controlling. Controlling. Berlin, De Gruyter.
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Negativbeispiel Visualisierung
„Grafikgerümpel“ Verbesserte Version
Umsatz 400
400,00 €
Produkt A
350,00 €
300,00 € Produkt B 370
320 Produkt A
250,00 € Produkt C 270
Umsatz
200,00 €
150,00 €
100,00 € 150 150 Produkt B
220
50,00 € 100 80 Produkt C
0,00 €
- Quartal 2. Quartal 3. Quartal
- Quartal 2. Quartal 3. Quartal Quartal
DILLERUP, R., & STOI, R. (2013). Unternehmensführung. Unternehmensführung. München, Vahlen, Franz.
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Negativbeispiel Visualisierung
▪ Schlecht
erfassbar Verbesserte Version
▪ Aussage unklar
Marktanteil Marktanteil
Unt. G
Unser Unt. Unt. A Unt. D 52,44%
Unt. B
Unt. F
Unt. C Unser Unt. 13,46%
Unt. E
Unt. A 13,30%
Unt. C 8,85%
Unt. F 5,37%
Unt. E 4,95%
Andere 1,90%
Unt. D
DILLERUP, R., & STOI, R. (2013). Unternehmensführung. Unternehmensführung. München, Vahlen,
Franz.
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Grundregeln zur Diagrammgestaltung
▪ Diagramme mit einer hervorgehobenen Überschrift
versehen
▪ Überschrifteninhalt aussagekräftig und passend zum
Diagramm
▪ Zeitbezug und Quelle des Diagramms angeben Immer beachten !
▪ Achsenbeschriftung leserlich und nicht zu umfangreich
▪ Maßeinheiten aufführen
▪ Verwendete Farben, Zeichen etc. in Legende zu erläutern
▪ Möglichst gerundete Werte verwenden (Scheingenauigkeit)
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Grundsätzliche Schritte zur Erstellung eines
Diagramms
Aussage Vergleich Diagrammtyp
Klarheit was mit Wahl der passenden Vergleichsform
Diagramm ausgesagt Vergleichsform der verlangt nach
werden soll Daten bestimmten
Diagrammtypen
Grundtypen:
- Strukturvergleich
- Rangfolge-Vergleich
- Zeitreihenvergleich
- Häufigkeitsvergleich
- Korrelationsvergleich
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Grundsätzliche Schritte zur Erstellung eines
Diagramms
Aussage Vergleich Diagrammtyp
Klarheit was mit Wahl der passenden Vergleichsform
Diagramm ausgesagt Vergleichsform der verlangt nach
werden soll Daten bestimmten
Diagrammtypen
Grundtypen:
- Strukturvergleich
- Rangfolge-Vergleich
- Zeitreihenvergleich
- Häufigkeitsvergleich
- Korrelationsvergleich
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Beispiel: Unterschiedliche Aussagen
→ Die regionalen → Den höchsten → Im Süden hat A einen
Umsatzschwerpunkte Umsatzanteil hat deutlichen Vorsprung
liegen bei Unternehmen Unternehmen A im → Im Osten, Westen sind
A anders als bei Süden, wo Unternehmen beide gleich
Unternehmen B B am schwächsten ist → Im Norden dominiert B
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Grundsätzliche Schritte zur Erstellung eines
Diagramms
Aussage Vergleich Diagrammtyp
Klarheit was mit Wahl der passenden Vergleichsform
Diagramm ausgesagt Vergleichsform der verlangt nach
werden soll Daten bestimmten
Diagrammtypen
Grundtypen:
- Strukturvergleich
- Rangfolge-Vergleich
- Zeitreihenvergleich
- Häufigkeitsvergleich
- Korrelationsvergleich
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Struktur-Vergleich
Vergleich, welchen Anteil an einer Gesamtheit eine Komponente hat
Beispielaussagen:
▪ Im Mai entfiel der größte Umsatzanteil auf Produkt A
▪ Das Unternehmen hat einen Marktanteil von unter zehn Prozent
▪ Fast die Hälfte der Mittel stammte aus zwei Quellenverzeichnen
Erkennungsmerkmale:
▪ Aussagen mit Anteil, Prozentsatz, X Prozent entfielen auf …
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Rangfolge-Vergleich
Bewertende Gegenüberstellung einzelner Objekte
Beispielaussagen:
▪ Im Mai lag der Umsatz von Produkt A über dem von Produkt B und C.
▪ In der Umsatzrendite liegt das Unternehmen an vierter Stelle.
▪ Die Fluktuationsrate ist in allen sechs Abteilungen etwa gleich hoch.
Erkennungmerkmale:
▪ Aussagen mit den Worten größer als, kleiner als, gleich
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Zeitreihen-Vergleich
Darstellung der Veränderung über die Zeit – Steigerung, Rückgang
oder Stagnation im Wochen-, Monats-, Quartals- oder Jahresverlauf
Größe oder Rangfolge der Mengen interessieren nicht
Beispielaussagen:
▪ Seit Januar ist der Umsatz kontinuierlich gestiegen
▪ Die Kapitalrendite ist in den letzten fünf Jahren stark gefallen
▪ In den letzten sieben Quartalen waren heftige Zinsschwankungen zu
verzeichnen
Erkennungsmerkmale:
▪ Aussagen mit den Worten verändern, wachsen, steigen, fallen, schwanken …
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Häufigkeits-Vergleich
Darstellung wie häufig ein bestimmtes Objekt in verschiedenen,
aufeinander folgenden Größenklassen auftritt
Beispiele:
▪ Wie viele Mitarbeiter verdienen weniger als 10.000 Dollar, wie viele zwischen
10.000 und 20.000 Dollar, etc.
▪ Wie viele Einwohner sind unter zehn Jahre alt, wie viele zwischen zehn und
20, etc.
Beispielaussagen:
▪ Die meisten Auftrage werden innerhalb von fünf bis sechs Tagen ausgeliefert
▪ In der Verteilung nach Altersgruppen sind deutliche Unterschiede feststellbar
Erkennungsmerkmale:
▪ Aussagen mit den Worten Bereich X-Y, Konzentration, Häufigkeit …
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Korrelations-Vergleich
Zeigt, ob der Zusammenhang zwischen zwei Variablen dem
„normalen“ Muster folgt oder nicht
Beispielaussagen
▪ Die Umsatzzahlen vom Mai lassen keinen Zusammenhang zwischen Erfolg
und Erfahrung der Verkäufer erkennen
▪ Die Vorstandsvergütung variiert nicht entsprechend der Unternehmensgröße
▪ Die Versicherungssummen steigen mit dem Einkommen des Versicherten
Erkennungsmerkmale:
▪ Aussagen mit den Worten relativ zu ..., steigt (nicht) mit ..., fällt (nicht) mit ...,
verändert sich parallel zu …
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Grundsätzliche Schritte zur Erstellung eines
Diagramms
Aussage Vergleich Diagrammtyp
Klarheit was mit Wahl der passenden Vergleichsform
Diagramm ausgesagt Vergleichsform der verlangt nach
werden soll Daten bestimmten
Diagrammtypen
Grundtypen:
- Strukturvergleich
- Rangfolge-Vergleich
- Zeitreihenvergleich
- Häufigkeitsvergleich
- Korrelationsvergleich
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Übersicht wichtigster Diagrammgrundtypen
▪ Wichtigste Diagrammgrundtypen
▪ Untertypen möglich z.B. Doppel-Balkendiagramm
▪ Kombination von Typen möglich z.B. Säulendiagramm mit Kurve
▪ Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten: 2D, 3D …
▪ Weitere spezielle Diagramme: Netzdiagramm …
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Für welchen Vergleich welchen Diagrammtyp?
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Kreisdiagramm (auch Tortendiagramm)
▪ Für Strukturvergleich: Anteile an einer
Gesamtheit
▪ Möglichst nicht mehr als 5 Segmente
▪ Anteile können prozentual oder absolut
angegeben werden
▪ Zur Hervorhebung Segmente
herausgelöst darstellbar
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Balkendiagramm
▪ Für Rangfolge-Vergleich: Reihung von
Einzelobjekten
▪ Anzahl der Balken nicht über sechs
▪ Mehr Platz für Beschriftung der
Einzelobjekte als beim Säulendiagramm
▪ Auch für mehr als eine Datenreihen
geeignet
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Säulendiagramm
▪ Für Zeitreihen-Vergleich: Veränderung
über die Zeit
▪ Erste Wahl wenn wenige Punkte (7-8) in
Zeitreihe fixiert werden sollen
▪ Betont Höhe und Größe
▪ Varianten z.B.
▪ Abweichungen
▪ Gruppierte Säulen zum Vergleich von
zwei Objekten über die Zeit
▪ Gestapelte (unterteilte Säulen) für
Veränderungen ggü. Gesamtmenge
über die Zeit
▪ ….
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Kurvendiagramm
▪ Für Zeitreihen-Vergleich: Veränderung
über die Zeit
▪ Erste Wahl um Trends zu visualisieren
und viele Punkte in zu zeigen
▪ Betont Weiterentwicklung, Grad der
Veränderung
▪ Gut geeignet um Daten
„fortzuschreiben“
▪ Variante: Mehrfach-Kurvendiagramm
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Häufigkeits-Säulen (Histogramm)
▪ Für Häufigkeitsverteilung: Besetzung
von Größenklassen
▪ Einsatzbereiche
▪ Große Datenmengen zu Gruppen
zusammenfassen
▪ In der Statistik zu Analysezwecken
(Gesetzmäßigkeiten auf Basis von
Stichproben ermitteln)
▪ Vertikale Skala: Häufigkeit
▪ Horizontale Skala: Größenklassen
▪ Anzahl der Größenklassen > 5 und <20
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Doppel-Balkendiagramm
▪ Für Korrelations-Vergleich: Beziehung
zw. Variablen
▪ Unabhängige Variable auf linke Seite
auf- oder absteigend sortieren
▪ Auf rechter Seite ergibt sich Verteilung
der abhängigen Variable
▪ Beispiel:
▪ 16 Verkaufsabschlüsse (A-P)
▪ Linke Seite: Höhe des eingeräumten
Rabatts (0-8) für jeden
Verkaufsabschluss
▪ Rechte Seite: Höhe des
Auftragsvolumens für jeden
Verkaufsabschluss
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