Info
Der folgende Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert und kann Formatierungsfehler enthalten.
BWL1:
Grundlagen und
Unternehmens-
software
Beschaffung
Lernziele
▪ Sie kennen die wichtigsten Begriffe zur Beschaffung
(dem Einkauf) in einem Unternehmen und können diese
unterscheiden
▪ Sie verfügen über Grundwissen der strategischen und
operativen Beschaffung
▪ Sie können grundlegende Analysen zur
Bedarfsermittlung und Materialauswahl selbst
durchführen
„Aufgrund der hohen Abhängigkeit vieler Unternehmen von Lieferanten ist
die Beschaffung ein Kerngebiet dieser Unternehmen“
Abbildungsquelle: https://www.handicapverbessern.com/wp-content/uploads/2017/08/Ziel-im-golf-visualisieren.jpg
Beschaffung
Strategische Operative Lieferanten-
Grundlagen
Beschaffung Beschaffung Politik
Beschaffung
Grundlagen
Definition Beschaffung
Gegenstand der Beschaffung ist …
▪ bedarfsgerechte Versorgung
▪ mit denjenigen Gütern sicherstellen,
▪ die in die betriebliche Leistungserstellung eingehen
Produktion
▪ Synonym für Beschaffung: Einkauf
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel
Objekte der Beschaffung
Oberbegriff ist
Material
Werkstoffe sind
in 3 Arten
unterteilt Für Beschaffung
nicht relevant
Waren werden von
Für Beschaffung
Unternehmen
nicht relevant
eingekauft wieder
verkauft
z.B. Einkauf von
Produktionsmaschinen
Für Beschaffung
z.B. „Einkauf“ von nicht relevant
Unternehmensberatern
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel
Unterscheidung von Werkstoffen
„In Erzeugnis „In Erzeugnis „nicht in Erzeugnis
drin, Menge drin, Menge nicht drin, werden
vorbestimmt“ vorbestimmt“ verbraucht“
Rohstoffe Hilfsstoffe Betriebsstoffe
noch nicht in die Wie Rohstoffe aber
Produktion eingegangene
Sachgüter
die in Erzeugnisse Sachgüter, die nicht in
eingehen werden Erzeugnisse eingehen
werden
Menge je Erzeugnis Menge je Erzeugnis Verbrauch unmittelbar
genau vorbestimmt ist. nicht genau vorbestimmt oder mittelbar bei
Produktion oder Absatz
z.B. Elektromotor z.B. Lack zur z.B. Wegwerffilter für
eines E-Bikes Rahmenlackierung Schutzmaske der
den Hersteller des E-Bikes Lackierer
zukauft
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel
Ziele der Beschaffung
Sofort oder innerhalb
bestimmter Frist liefern
zu können
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel
Aufgaben der Beschaffung
Entscheidung darüber
was nicht selbst
produziert sondern
eingekauft wird
Mit wie vielen
Lieferanten arbeitet
man zusammen und
wo müssen diese ihren
Standort haben?
Wie viel muss man von
was einkaufen?
Wieviel muss man von
was vorrätig halten?
Nach welchen Regeln
bestellt man wann
was?
Wie wählt man
Lieferanten aus?
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel
Beschaffung
Strategische
Grundlagen
Beschaffung
Outsourcing-Entscheidungen
Entscheidung darüber
was nicht selbst
produziert sondern
eingekauft wird
Mit wie vielen
Lieferanten arbeitet
man zusammen und
wo müssen diese ihren
Standort haben?
Wie viel muss man von
was einkaufen?
Wieviel muss man von
was vorrätig halten?
Nach welchen Regeln
bestellt man wann
was?
Wie wählt man
Lieferanten aus?
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel
Strategische Aspekte der Beschaffung
Make-or-Buy-Entscheidungen
Entscheidung darüber ob selbst produziert wird (Insourcing)
oder eingekauft (Outsourcing)
▪ Ist abhängig von der strategischen Dimension
▪ Eigene Kompetenzen des eigenen Unternehmens
▪ Die Unterscheidung vom Wettbewerber Abhängigkeit vom
Lieferanten
▪ Ist abhängig von der Kostendimension
▪ Qualität der Güter
▪ Kapazitätsmäßige Aspekte
▪ Risikowirtschaftliche Aspekte z.B.
Nachfrageschwankungen
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel
Strategische Handlungsoptionen
z.B. ganze
Armaturenbretter für Autos
Einfache standardisierte
Komponenten
Standort weltweit
Standort des Lieferanten im
eigenen Land
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel
Sourcingstrukturen der dt. Automobilindustrie
Beschaffungsstrukturen
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel
Beschaffung
Strategische Operative
Grundlagen
Beschaffung Beschaffung
Bedarfsplanung
Entscheidung darüber
was nicht selbst
produziert sondern
eingekauft wird
Wie viel muss man von
was einkaufen?
Wieviel muss man von
was vorrätig halten?
Nach welchen Regeln
bestellt man wann
was?
Wie wählt man
Lieferanten aus?
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel
Die Bedarfsplanung in der Beschaffung
Für alle zu beschaffenden Güter wird ermittelt,
▪ welche Mengen
▪ zu welchen Zeitpunkten
benötigt werden
Komplexe Aufgabe.
Industriegüter bestehen
teilweise aus tausenden
von Einzelteilen
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel
Unterscheidung nach Bedarfsarten in der
Planung
Bedarf an zu
produzierenden
Erzeugnissen, zu
beschaffenden Waren
Bedarf an
Einzelteilen,
Baugruppen
Bedarf an
Hilfs- und
Betriebsstoff
en
Bruttobedarf: Ohne Berücksichtigung von Lagerbeständen
Nettobedarf: Bruttobedarf – Lagerbestände
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel
Klassifikation der zu beschaffenden Güter
Wird auch in
anderen Bereichen
eingesetzt z.B. im
ABC-Analyse
Marketing
▪ ABC-Analyse als Priorisierungsmethode bei der Beschaffung
▪ Ziel der Analyse ist die Klassifikation von Gütern nach
▪ der Höhe des Bedarfs oder Hilfreich für die Planung,
▪ des Wertes Im nachfolgenden um sich in der Beschaffung
Rechenbeispiel fokussieren zu können.
Klassifikation nach
Wert „A-Güter“ sind wichtiger als
▪ ABC-Klassifikation B-Güter“ z.B. bei der
Kostenoptimierung
▪ A-Güter: 10–20% Menge, 70–80% Wert
▪ B-Güter: 30–40% Menge, 10–20% Wert
▪ C-Güter: 40–60% Menge, 5–10% Wert
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel
Rechenbeispiel: ABC-Analyse
Ausgangssituation: Beschaffungsgüter, die benötigten Mengen und die Preise
sind gegebenen. Auf dieser Basis soll ABC-Analyse durchgeführt werden.
Beschaffungsmenge Beschaffungspreis
Beschaffungsgut [tausend Stück] [EUR]
Bleche 12,00 6,00
Getriebe 13,00 5,00
Klebstoff 6,00 3,00
Motorbaugruppe 2,00 190,00
Schrauben 28,00 1,00
Spiegel 2,00 4,50
Steuergeräte 4,00 105,00
Stossdämpfer 4,00 19,50
U-Profile 4,00 5,50
Zahnräder 8,00 3,50
ABC-Analyse - Schritt 1: Beschaffungsvolumen
-
Schritt: Errechnung des wertmäßigen Beschaffungsvolumens (Wertverbrauch) für jedes Gut Volumen [TEUR] = Menge [Tausend Stück] x Preis [EUR]Beschaffungsmenge Beschaffungspreis Beschaffungsvolumen Beschaffungsgut [tausend Stück] [EUR] [TEUR] Bleche 12,00 6,00 72,00 Getriebe 13,00 5,00 65,00 Klebstoff 6,00 3,00 18,00 Motorbaugruppe 2,00 190,00 380,00 Schrauben 28,00 1,00 28,00 Spiegel 2,00 4,50 9,00 Steuergeräte 4,00 105,00 420,00 Stossdämpfer 4,00 19,50 78,00 U-Profile 4,00 5,50 22,00 Zahnräder 8,00 3,50 28,008.000 Stück * 3,5 EUR = 28 TEUR
ABC-Analyse - Schritt 2: Sortieren B.-Volumen
-
Schritt: Sortieren der Güter nach Beschaffungsvolumen (Wertverbrauch) in absteigender Reihenfolge Sortiert nach absteigendem WertBeschaffungsmenge Beschaffungspreis Beschaffungsvolumen Beschaffungsgut [tausend Stück] [EUR] [TEUR] Steuergeräte 4,00 105,00 420,00 Motorbaugruppe 2,00 190,00 380,00 Stossdämpfer 4,00 19,50 78,00 Bleche 12,00 6,00 72,00 Getriebe 13,00 5,00 65,00 Schrauben 28,00 1,00 28,00 Zahnräder 8,00 3,50 28,00 U-Profile 4,00 5,50 22,00 Klebstoff 6,00 3,00 18,00 Spiegel 2,00 4,50 9,00
ABC-Analyse - Schritt 3: kumuliertes B.-Volumen
aufaddiert
3. Schritt: Errechnung des kumulierten Beschaffungsvolumen nach Wert [TEUR]
und prozentual [%] Summe
Beschaffungs
volumen = Kumulierter Anteil
1.120 Kumuliertes am Gesamt-
Beschaffungs- Beschaffungs- beschaffungs-
Beschaffungsgut volumen volumen [TEUR] volumen [%]
Steuergeräte 420,0 420 37,5%
Motorbaugruppe 380,0 800 420/1.120 *100 71,4%
420+380
Stossdämpfer 78,0 878 78,4%
Bleche 72,0 800+78 950 84,8%
Getriebe 65,0 1.015 90,6%
Schrauben 28,0 1.043 1.015/1.120 *100 93,1%
Zahnräder 28,0 1.071 95,6%
U-Profile 22,0 1.093 97,6%
Klebstoff 18,0 1.111 99,2%
1.111+9
Spiegel 9,0 1.120 100,0%
ABC-Analyse - Schritt 4: ABC-Klassifikation
- Schritt: Klassifikation nach A, B und C-Gütern Grenzen in folgenden Bereichen frei festlegbar: A-Güter: 70–80% Wert B-Güter: 10–20% Wert C-Güter: 5–10% Wert Kumulierter Anteil Kumuliertes am Gesamt- Beschaffungs- Beschaffungs- beschaffungs- Klassifikation Beschaffungsgut volumen volumen [TEUR] volumen [%] A-Güter Steuergeräte 420,0 420 37,5% 2 Güter hier 71,4% Volumen Motorbaugruppe 380,0 800 71,4% B-Güter Stossdämpfer 78,0 878 78,4% 3 Güter hier 19,2% Volumen Bleche 72,0 950 84,8% Getriebe 65,0 1.015 90,6% C-Güter Schrauben 28,0 1.043 93,1% 5 Güter hier 9,4% Volumen Zahnräder 28,0 1.071 95,6% U-Profile 22,0 1.093 97,6% Klebstoff 18,0 1.111 99,2% Spiegel 9,0 1.120 100,0%
Summe %-Volumen A-Güter: 71,4% - 0% = 71,4 % (> 70%; < 80%)
Summe %-Volumen B-Güter: 90,6% - 71,4% = 19,2 % (> 10%; < 20%)
Summe %-Volumen C-Güter: 100,0% - 90,6% = 9,4 % (> 5%; < 10%)
Bedarfsplanung - Materialbereitstellung
Es gibt zwei Bereitstellungsarten für Material
Bedarfsgesteuerte Materialbereitstellung
Verbrauchsgesteuerte Materialbereitstellung
Bedarfsplanung - Materialbereitstellung
Es gibt zwei Bereitstellungsarten für Material
Bedarfsgesteuerte Materialbereitstellung
Verbrauchsgesteuerte Materialbereitstellung
Bedarfsgesteuerte Materialbereitstellung
▪ Synonyme: Auftragsgetriebene Materialbereitstellung,
Programmgebundene Materialbereitstellung
▪ Ableitung von Menge und Zeitpunkt der Bereitstellung
aus dem Bedarf übergeordneter Materialien
▪ Im Idealfall keine Lager erforderlich
Anwendung: Insbesondere für
▪ A-Güter und
▪ selektiv für B-Güter mit hohem Wert geeignet
▪ Ermittlung Sekundärbedarf meist deterministisch
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel
Deterministische Bedarfsermittlung
Unterteile, Komponenten,
Einzelteile des Produkts
Sekundärbedarfe werden aus
▪ vorhandenen Kundenaufträgen und/oder dem
▪ prognostizierten Absätzen abgeleitet
Erfassungsformen von Sekundärbedarfen:
Stücklisten für Stückgüter
Rezepte für Flüssigkeiten, Gase, Schüttgüter
→ Bedarfsermittlung durch Stücklisten- oder Rezeptauflösung
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel
Erzeugnisgliederung eines Automobils
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel
Rechenbeispiel: Bedarfsermittlung durch Stücklistenauflösung
Was benötigt man in welcher Menge zur Erzeugung eines Autos?
Rechenbeispiel: Bedarfsermittlung durch Stücklistenauflösung
Was benötigt man in welcher Menge zur Erzeugung eines Tuktuk?
Erzeugnis Baugruppe Baugruppe Einzelteil
Einzelteil
Primärbedarf Sekundärbedarf Sekundärbedarf Sekundärbedarf
Sekundärbedarf
4
Radmutter
1 3 1
Rad Felge
Fahrwerk
Autorikscha
1
(Tuktuk) Bodengruppe
1
Motor
Rechenbeispiel: Stücklistenauflösung und Bedarfsermittlung
Ein Automobilhersteller hat für den folgenden Monat Bestellungen über 500 Autos
eines bestimmten Typs, von denen bereits 40 Autos inklusive Felgen und
Radmuttern produziert wurden und auf die Abholung warten. In seinem Lager hat er
noch 600 Felgen ohne zugehörige Radmuttern und 4.000 Radmuttern. Je Auto
werden 4 Felgen benötigt. Zur Montage einer Felge werden 5 Radmuttern benötigt.
Leiten Sie aus diesen Angaben die Brutto- und Nettobedarfe ab.
Bruttobedarf Nettobedarf
Autos
Felgen
Radmuttern
Bruttobedarf: Ohne Berücksichtigung von Lagerbeständen
Nettobedarf: Bruttobedarf – Lagerbestände
Rechenbeispiel: Stücklistenauflösung und Bedarfsermittlung
Ein Automobilhersteller hat für den folgenden Monat Bestellungen über 500 Autos
eines bestimmten Typs, von denen bereits 40 Autos inklusive Felgen und
Radmuttern produziert wurden und auf die Abholung warten. In seinem Lager hat er
noch 600 Felgen ohne zugehörige Radmuttern und 4.000 Radmuttern. Je Auto
werden 4 Felgen benötigt. Zur Montage einer Felge werden 5 Radmuttern benötigt.
Leiten Sie aus diesen Angaben die Brutto- und Nettobedarfe ab.
Bruttobedarf Nettobedarf
Autos (A) 500 A 500 A - 4 A = 460
Felgen (F) 500 A * 4 = 2000 460 A * 4 – 600 F = 1240
Radmuttern (R) 2000 F * 5 = 10000 (460 A * 4 F * 5) – 4000 R = 5200
Bruttobedarf: Ohne Berücksichtigung von Lagerbeständen
Nettobedarf: Bruttobedarf – Lagerbestände
Bedarfsplanung - Materialbereitstellung
Es gibt zwei Bereitstellungsarten für Material
Bedarfsgesteuerte Materialbereitstellung
Verbrauchsgesteuerte Materialbereitstellung
Verbrauchsgesteuerte Materialbereitstellung
Synonym: Prognosegetriebene Materialbereitstellung
▪ Prognose von Mengen und Zeitpunkten ihrer Bereitstellung auf der
Basis von Vergangenheitswerten
▪ Ohne Berücksichtigung der Bedarfe übergeordneter Materialien
▪ Lager als Puffer erforderlich
Da durch Prognose nie
exakte Materialmenge
Anwendung:
▪ Insbesondere für C-Güter
▪ selektiv für B-Güter geeignet, da diese keinen hohen Wert haben
Grund: gelagerte Güter
binden Kapital und
erhöhen Lagerkosten
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel
Beschaffung
Strategische Operative Lieferanten-
Grundlagen
Beschaffung Beschaffung Politik
Lieferantenpolitik
Hat strategische und
operative Aspekte Entscheidung darüber was nicht selbst
produziert sondern eingekauft wird
Wie viel muss man von
was einkaufen?
Wieviel muss man von
was vorrätig halten?
Nach welchen Regeln
bestellt man wann
was?
Wie wählt man
Lieferanten aus?
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel
Faktor Lieferantenstruktur
Lieferantenstruktur = Anzahl und räumliche Verteilung der Lieferanten
▪ Struktur hat Einfluss auf Machtverhältnisse Lieferant →Einkäufer
Zur Begrenzung der
▪ Faustformel 60/30/10: Marktmacht von
▪ 60% Hauptlieferant Lieferanten
▪ 30% zweiter Hauptlieferant
▪ 10% Reservelieferant
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel
Marktmacht-Portfolio
Portfolio gibt Hinweis
für Strategie in
unterschiedlichen
Marktsituationen
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel
Praxisfall: Nachhaltigkeit als Lieferantenkriterium
Nachhaltigkeitsbericht der REWE Group 2018 GRI 204: Beschaffung ▪ Ausbau nachhaltigerer Sortimente ein strategisches Hauptziel ▪ Angebotene Produkte und Dienstleistungen in sozialer und ökologischer Hinsicht verbessern und Wertschöpfungsketten insgesamt positiv zu beeinflussen. ▪ Nachhaltigkeit ist ein neben Frische, Qualität und dem Preis ein zunehmend wichtiges Entscheidungskriterium im Einkaufsprozess. ▪ Gestaltung nachhaltiger Sortimente durch Definition von Leitlinien und nachhaltigere Beschaffung von Rohstoffen
ökologische und soziale Lieferantenbewertung
▪ GRI 308: Ökologische Lieferantenbewertung
▪ GRI 414: Soziale Lieferantenbewertung
http://rewe-group-nachhaltigkeitsbericht.de/2018/sites/default/files/pdfs /rewe_group-nachhaltigkeitsbericht_nach_gri-standards_2018.pdf (Zugriff 17.6.20)
Praxisfall: Soziale und ökologische
Lieferantenbewertung
▪ Leitlinie für nachhaltiges Wirtschaften
▪ Nachhaltigkeitsstrategie in 4 Säulen: Grüne
Produkte, Energie, Klima und Umwelt;
Mitarbeiter; Gesellschaftliches Engagement
▪ Richtlinien zu Lieferketten (GRI 308, 414..):
u.a. Lieferkettenmanagement mit Leitlinien für
Lieferanten zu Teerzeugung, Prävention
Kinderarbeit …
http://rewe-group-nachhaltigkeitsbericht.de/2018/sites/default/files/pdfs/rewe_group-nachhaltigkeitsbericht_nach_gri-standards_2018.pdf (zugriff
17.6.20)
Ingredient Branding - Machtstrategie Lieferanten
Dienstleistung
Ingredient Branding Sachgüter Services Ingredient Branding
Vollbild anzeigen
Qualitätssiegel SGS INSTITUT FRESENIUS
Qualitätskontrolle
Bezahlung
„Ingredient Branding umfasst die marktübergreifende Markenpolitik für
eine Produktkomponente, die zumindest wesentlicher Bestandteil des
Endprodukts wird, im letzteren aber [eingeht] und für die Abnehmer auf
nachfolgenden Stufen unsichtbar bleibt“.
(Kleinalten-Kamp/Rudolph 1999) Nicht mehr offen erkennbar
Lieferantenbeurteilung
Bewertung eines Unternehmens als
Geschäftspartner zur Lieferung von Leistungen
Zweck:
▪ Entwicklung einer Lieferantenstruktur
▪ Angebotsvergleich
Beurteilungszeitpunkte:
▪ Routineintervall
▪ Produktänderungen
▪ Lieferantenwechsel
▪ Einführung neuer Produkte
Bildquelle:https://www.dgbrechtsschutz.de/fileadmin/media/0_2015_Media_Neu/Themen/Bewertung/Fotolia_109214148_M_zugeschn.jpg
Kriterien zur Lieferantenbeurteilung (1)
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel
Kriterien zur Lieferantenbeurteilung (2)
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel
Angebotsvergleich - Kriterien
Einkaufspreis
Qualität
Folgekosten
(Lizenzen, …)
Lieferanten-
Beurteilung
Lieferkonditionen
Vahs, D.(2015). Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart, Schäffer-Poeschel